AIDS-Forschung in Deutschland am Ende?
Der HI-Virus, der AIDS verursacht, wurde bereits Anfang der 1980er Jahre entdeckt. Verantwortlich dafür waren Francoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier, die den Virus unabhängig voneinander entdeckten. Vor mittlerweile fast drei Jahren wurden dafür beide mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt. Die Entdeckung des Virus war zunächst eine Katastrophe, doch konnte damit auch die Forschung gegen AIDS vorangetrieben werden.
Seit mittlerweile gut 30 Jahren wird im Kampf gegen die Immunschwäche-Erkrankung geforscht. Dennoch gilt AIDS bis heute als unheilbar, obwohl eine Heilung bereits einmal erfolgt ist. Hierbei handelte es sich um einen US-Amerikaner, der an die Medizinische Klinik mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie an der Berliner Charité eingewiesen wurde. Unter einem der bekanntesten AIDS-Forscher in Deutschland, nämlich Eckhard Thiel, wurde der Patient behandelt. Er litt an einer Leukämie und ihm konnte lediglich noch eine Knochenmarkstransplantation helfen. Unter den insgesamt 80 in Frage kommenden Spendern war einer zu finden, der eine Mutation im Knochenmark besaß, die AIDS besiegen konnte. Dieser Rezeptor CCR5 wird von etwa einem Drittel der europäischen Bevölkerung in sich getragen und sorgt nicht nur dafür, HIV zu besiegen, sondern sogar dafür, die Viren vollständig aus dem Körper zu verbannen. Selbst die Gefahr einer Neuansteckung wäre dann nicht mehr gegeben.
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Forschung wurde beeinflusst
Die internationalen Forscher erfuhren von dem Fall, denn der Patient ist auch Jahre nach der Behandlung noch vollkommen gesund. Sie suchen jetzt nach einer Möglichkeit, diesen Rezeptor auf synthetische Weise herzustellen. Eine Wiederholung der Behandlung ist aufgrund der wenigen Spender, die die Mutation in sich tragen, kaum für die Standard-Behandlung möglich. Ebenso wenig spricht das hohe Risiko bei einer solchen Knochenmarkstransplantation für selbige. Allerdings könnte ein Impfstoff gegen AIDS mit Hilfe dieses Rezeptors entwickelt werden.
Die Forschungen gehen weiter und werden zunehmend ausgebaut. Die passenden Räumlichkeiten dafür können günstig bei der Immowelt AG gefunden und angemietet werden. Außerdem ist es von größter Bedeutung, dass der Großteil der finanziellen Mittel direkt in die Forschung und nicht in die Räumlichkeiten für selbige investiert wird.
Deutschland streicht Mittel gegen AIDS zusammen
Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren allerdings immer weiter von der AIDS-Forschung entfernt. Die finanziellen Mittel werden seit Jahr und Tag zusammengeschrumpft. So geben die USA beispielsweise das 300-Fache des Budgets für die AIDS-Forschung aus, wie es Deutschland tut. Dabei könnten mit einem entwickelten Impfstoff auch Babys gerettet werden, die sich sonst bei ihren Müttern anstecken würden. Bestünde der Impfstoff, könnte man im Baby Entwicklungskalender gleich einen Punkt für die HIV-Impfung mit einfügen. So würden zahllose weitere Menschen vor der gefährlichen Erkrankung geschützt werden können.
Allerdings sieht Deutschland das Problem als nicht so dramatisch an. Die Mittel, die in den Globalen Fonds gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria investiert werden, sollen binnen zwei Jahren von 600 auf 200 Millionen Euro gesenkt werden. Die Begründung dafür laut Deutschlands Regierung: AIDS gilt zwar nach wie vor als unheilbar, lässt sich dank moderner Therapien aber sehr gut behandeln. Infizierte könnten trotz der Erkrankung noch mehrere Jahrzehnte weiter leben. Betrachtet man sich die Zahlen, erscheint das sinnvoll: Bei 80 Millionen Einwohnern gibt es in Deutschland schließlich „nur“ 67.000 HIV-Infizierte und AIDS-Kranke. Dennoch sollte die AIDS-Forschung von Deutschland nicht boykottiert werden.
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